MENU NEWS

Ufergemeinde Rostock

Schmarl/Groß Klein

Zur Geschichte unserer jungen Kirchengemeinde

Der Zusammenschluss der Kirchengemeinden Schmarl und Groß Klein zur „Evang.-Luth. Ufergemeinde Rostock-Schmarl/Groß Klein“ wurde 2005 vollzogen.

Dieser Name wurde wegen der Lage an der Warnow und der Verbindung zur Seefahrt sowie zum Schiffbau gewählt, da auch die Straßennamen in den Stadtteilen auf Berufe aus diesem Bereich hinwiesen.

1979 waren die ersten Bürger im damals sog. „Neubaugebiet“ Groß Klein eingezogen. Die Einwohnerzahl stieg im Stadtteil Groß Klein bald auf 24.000, in Schmarl auf 15.000. Heute leben in Groß Klein ca. 13.000, in Schmarl etwa 8.000 Einwohner. Etwa 1.600 von ihnen zählen sich zu unserer Gemeinde.

 

 

In Schmarl

entstand 1976 neben dem alten Dorf ein erster Bauarbeiterblock eines neuen Stadtteils. Durch den Evershägener Pastor Joachim Gauck, dem späteren deutschen Bundespräsidenten, konnte in Schmarl eine erste Taufe erfolgen. 1978 begann die Evershägener Mitarbeiterin Frau Koch ihre Arbeit mit einer Christenlehregruppe in einer Schmarler Wohnung. Im Januar 1979 nahm - zunächst ebenfalls noch von Evershagen aus - Pfarrdiakon Hans-Georg Deichmann (1991-1994 als Pastor) als hauptamtlicher Mitarbeiter im Gemeindegebiet Schmarl seinen Dienst auf.

Die Schmarler Gemeinde wurde am 1. April 1982 gegründet.

Erst nach der friedlichen Revolution 1989 hatte die Gemeinde für Gottesdienste und Gesprächsgruppen im Vitus-Behring-Ring Räume einer Kindertagesstätte mieten können, die den Namen „Die kleine Brücke“ bekamen. Seit Januar 2005 ist sie in der Roald-Amundsen-Str. 24, dem  BRÜCKENSCHLAG,  zu Hause.

Im Pfarrdienst folgten Hans-Georg Deichmann die Pastorinnen Sabine Handrick (1995-2000) und Uta Möhr (2002-2004). Als katechetische Mitarbeiterin war in Schmarl bis zum Zusammenschluss der Gemeinden Christel Huhndorf tätig.

 

Für Groß Klein

wurde 1981 die Gemeindegründung beantragt, so dass 1982 die Pfarrstelle errichtet werden konnte. 1983 wurde als erster Pastor Arvid Schnauer in der Warnemünder Kirche eingeführt, 1987 seine Frau, Pastorin Jutta Schnauer, auf die 2. Pfarrstelle.

Von 1985 an traf sich die Gemeinde zunächst einmal im Monat in Warnemünde, während der kirchliche Unterricht in Wohnungen stattfand, z.T. unterrichteten berufstätige Mütter neben ihrer Arbeit. Dann ergab sich die Möglichkeit, einen zum „Kirchwagen“ umgebauten Bienenwagen auf einem Privatgelände im Dorf Groß Klein aufzustellen. Dieser „Kirchwagen“, der offiziell dort nur „parken“ durfte, konnte als Versammlungsort maßgeblich zur Gemeindebildung beitragen. Er bot ein ideales Zuhause für Gemeindekreise aller Altersgruppen, Unterricht, Amtshandlungen und Gottesdienste.

Der "Kirchwagen"

Einen enormen Aufschwung erhielt die Gemeinde mit dem Bau des Gemeindezentrums BRÜCKE im Dorf Groß Klein. Dieses Bauprojekt wurde 1988 abgeschlossen und in der letzten Phase auch für und mit der Kirchgemeinde im Stadtteil Schmarl gestaltet.

In Groß Klein gestalteten neben vielen Ehrenamtlichen folgende hauptamtlichen MitarbeiterInnen das Gemeindeleben im Verkündigungsdienst mit:

Brigitte Fiebig, Christel Reichert, Christiane Niemann, Edeltraut Bojarra, Andreas Braun, Elke Hollied, Arne Bölt, Gaby Misiurkowski und Barbara Erdmann.

Nach dem Eintritt von Ehepaar Schnauer in den Ruhestand folgte 2002 Pastor Marcus Antonioli in den Gemeindedienst (bis 2011). Mit dem Zusammengehen der Gemeinden Schmarl und Groß Klein übernahm zunächst Jutta Krämer (2005-2008) und dann Cornelia Oehmichen (2008-2012) die Arbeit mit Kindern in der Ufergemeinde.

Seit 2008 arbeitet Gemeindediakonin Jutta Krämer vor allem im kirchenmusikalischen Bereich und in der Frauenarbeit. Jörg Utpatel ist seit 2012 Pastor der Ufergemeinde. Im Juli 2014 vervollständigte Roland Rogalski als Gemeindepädagoge das Mitarbeiter-Team.

 
 

Das Gemeindezentrum BRÜCKE in Groß Klein

Grundsteinlegung: 14.06. 1986

Richtfest: 29.06.1987

Einweihung: 10.09.1988

Der Kirchenraum wurde bewusst als „Wohnzimmer“ der Gemeinde geplant und konzipiert, also mit beweglicher Bestuhlung, variabler Kanzel- und Altarstellung. Auch Tische sollten für Gemeindeveranstaltungen aufstellbar sein. Besonders für die Kinder- und Jugendarbeit sollten funktionale Räume im Gemeindezentrum entstehen.

Den Entwurf für den Bau des Gemeindezentrums fertigte 1982 Architekt Gottreich Albrecht (Bauabteilung im Oberkirchenrat Schwerin). Das Gelände (ca. 6.700 qm) wurde nach zähen Verhandlungen mit der Stadt als Austauschfläche erworben. Die Stadt erhielt (aus kirchlichen Ländereien) ein größeres wertvolles Gelände und stellte im Dorf Groß Klein ein "nasses" Grundstück zur Verfügung, das sie sich ehemals durch Enteignung einverleibt hatte. Zugleich verhinderte sie, dass die Kirche zentral im Wohngebiet gebaut werden konnte.

Die Gesamtbausumme der  BRÜCKE  betrug ca. 1,3 Millionen DM, vor allem aus Mitteln des Programms „KIRCHEN  FÜR  NEUE  STÄDTE“ (Spendengelder der Kirchen der Bundesrepublik Deutschland für die Kirchen der DDR). Viele Vorarbeiten aber wurden von der Gemeinde in Eigenleistung übernommen. Einige Materialien durften aus der BRD eingeführt werden - Dachziegel, Türen und Fenster sowie die Spezialheizung für den Kirchenraum.

Die Altar- und Glockenweihe erfolgte am 15. September 1991. Die beiden Glocken, gegossen in den Niederlanden, sind eine Spende der Schmarler Partnergemeinde Bad Salzuflen.

Neben dem Gemeindezentrum wurde auf Wunsch der Gemeinde wegen des Fehlens geeigneter Objekte im Stadtteil ein besonderer Abenteuerspielplatz in Eigenarbeit errichtet. Er zieht bis heute Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Stadtteil an.

Die BRÜCKE 1988